Welcher Boden für das Kinderzimmer?

bodenbelag kinderzimmerKlar ist, dass ein Kinderzimmer mehr beansprucht wird als jedes andere Zimmer. Die Kinder fahren darin mit ihren Spiel-Fahrzeugen herum, lassen schwere Gegenstände fallen oder bemalen den Boden mit Kreide. All dies sollte der Boden im Kinderzimmer ertragen, ohne einen großen Schaden zu erleiden. Daher stellen sich viele Eigenheimbesitzer die Frage: Welcher Boden ist der richtige für das Kinderzimmer?

Fliesen sind sehr robust

Eine Fliese erträgt sehr viel: Man kann sie bemalen und sofort wieder mit Wasser reinigen. Sie nimmt es dem Kind auch nicht übel, wenn dieses mit den Fahrzeugen spielt. Kratzer erhält die Fliese deshalb nicht. Aber: Fliesen sind kalt und ein Kind kann beim Spielen sehr schnell darauf ausrutschen. Zudem entstehen bei einem Fall auf Fliesen größere Verletzungen als bei jedem anderen Boden. Aus diesem Grund sollten Fliesen in einem Kinderzimmer nicht verlegt werden.

Teppichboden ist weich

Nun mag jeder argumentieren, dass ein Teppichboden weich ist und Verletzungen verringert werden. Das stimmt auch. Hier sollten jedoch andere Faktoren bedacht werden:

Ein Teppichboden saugt sich förmlich mit Staub und Hausstaubmilben voll. Dies könnte allergische Reaktionen hervorrufen, bis hin zu Asthmaanfällen. Nachdem keine Eltern dies möchten, muss der Teppich regelmäßig und gründlich gereinigt werden. Ein wöchentliches Staubsaugen hilft in diesem Fall überhaupt nichts. Zwar entnimmt man dann den groben Schmutz, aber der Rest bleibt.

Farben bleiben meist für immer im Teppich. Flecken wieder zu entfernen, gestaltet sich als sehr schwierig. Hier muss man oft mit sehr aggressiven Putzmitteln herantreten, was natürlich der Gesundheit des Kindes nicht gerade förderlich ist. Sollte es sich dann auch noch um eine Mietwohnung handeln, so muss zumeist der Teppich dann auch noch ersetzt werden.

Damit der Teppich nicht rutscht, muss er mit Kleber befestigt werden. Der Kleber schadet natürlich dem darunter liegenden Boden.

Die Lösung könnte hier lauten: Auf einen Holzboden einen Teppich legen, ohne diesen zu befestigen. Zwar geht man dann das Risiko ein, dass der Teppich ständig rutscht, aber man hat hier die Chance, den Teppich den Wünschen und Alter des Kindes anzupassen und zum Beispiel einen Spielteppich hineinzulegen.

Dritte Möglichkeit: Der Holzboden

Beim Holzboden muss man klar unterscheiden zwischen einem Vollholzboden oder einem Parkett. Ein Parkett ist unempfindlich, während ein Holzboden sehr schnell Kratzer und Löcher erhält. Letztere entstehen natürlich auch im Parkett, wenn harte und schwere Gegenstände herunterfallen. Ein Holzboden kann trotz allem als Zwischenlösung zwischen der Fliese und dem Teppichboden betrachtet werden: Er ist nicht so kalt wie die Fliesen, aber auch nicht so warm wie ein Teppich. Trotzdem strahlt er eine warme Optik aus und lässt sich mit allen Möbelstücken kombinieren – ganz im Gegensatz zu einem Vollteppich, der eventuell farblich nicht mehr zu neuen Möbelstücken passt.

Wie man sieht, hängt die Wahl des Bodens von vielen Faktoren ab – nicht zuletzt von den eigenen Vorlieben.

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